Google legt im Tablet-Wettstreit vor
Neues Android-Betriebssystem präsentiert
Der Tablet-Computer Markt ist heiß umkämpft. Bis jetzt konnte noch kein Hersteller die Vormachtstellung von Apple wirklich angreifen. Das iPad, dessen Verkaufsstart am 3. April 2010 in den USA war, hat den Markt neu belebt und in gewisser Weise revolutioniert. Vor dem Verkaufsstart lief der Markt eher schleppend. Einige Hersteller hatten zwar bereits versucht, Tablets auf den Markt zu bringen, einen großen Anklang bei Fans der Unterhaltungselektronik fanden diese allerdings nicht.
Vor allem die Bedienung der Tablets ist von entscheidender Bedeutung. Umso einfach und intuitiver dies möglich ist, umso einfach verkaufen sich die Produkte. Dies ist auch der Grund, warum sich Tablet-PCs nur als Nischenprodukt etabliert haben. Aufgrund der, teilweise ungenauen, Bedienung mit einem Stift war die Beliebtheit dieser Geräte eher gering. Im Gegensatz dazu werden Tablet-Computer meist über einen Touchscreen bedient. Zudem sind die Möglichkeiten aufgrund der Betriebssysteme deutlich größer. Egal ob Android oder iOS, der Nutzer kann mittels Applikationen das Tablet individualisieren und die Programme downloaden, die gebraucht oder gewollt werden.
Das Apple iPad hat sich bis Mitte November laut Herstellerangaben 7,5 Millionen Mal verkauft. Das Samsung Galaxy Tab 600.000 Mal, allerdings ist das Tablet von Samsung erst im Oktober 2010 auf den Markt gekommen. Um die Verkaufszahlen von Android basierten Tablets weiter zu steigern hat Google eine neue Version des mobilen Betriebssystems vorgestellt. Ein Grund lag darin, das Android bisher vor allem für Smartphones konzipiert war. Buttons, die auf Tablets angezeigt wurden waren oft zu klein oder gar nicht richtig anklickbar.
Das neue Android 3.0, Codename Honeycomb, wurde eigens für Tablet-Computer entwickelt. Zu den neuen Features gehören unter anderem ein neuer Web-Shop, bei dem vor allem der Kauf von Apps vereinfacht wurde. Desweiteren wurde die Benutzeroberfläche stark verändert und beinhaltet 3D-Grafikelemente. Vollkommen überflüssig werden dank Android 3.0 jedwede Tasten oder Knöpfe, stattdessen erfolgt die Bedienung ausschließlich über das Display sowie eine Task Bar. Auch die integrierte Tastatur wurde neu designt. Die Tasten wurden vergrößert, außerdem gibt es jetzt eine Leertaste. Google-Anwendungen wie Google Maps oder YouTube wurden ebenfalls auf die Besonderheiten der Tablets angepasst. Mittels der standardmäßig vorhandenen Videotelefonie Google Talk kann man von Honeycomb- zu Honeycomb-Gerät telefonieren. Über einen USB-Anschluss kann man inzwischen auch externe Geräte an die Tablets anschließen.
Android 3.0 weiß mit diesen neuen Eigenschaften zu überzeugen, unter anderem dank der Homescreens, die der Nutzer mit Apps und Widgets selbst befüllen kann uns somit das Tablet für sich individualisieren kann. Es bleibt aber abzuwarten ob sich die Android Tablets gegen das iPad durchsetzen können, schließlich wird bald der Release des iPad 2 und des iOS 4.3 erwartet, das ebenfalls mit vielen neuen Features ausgestattet sein soll.